Design Thinking

5 Grundlagen für innovative Lösungen

Kreativität ist die Fähigkeit, sich selbst zu überraschen; die Idee, die aus dem Nichts zu kommen scheint; die Lösung, die auf der Hand liegt, aber auf die durch alleinige Fleißarbeit wahrscheinlich niemand gekommen wäre. Kreativität passiert selten alleine, sondern wird durch Impulse von Außen – die Perspektiven der Anderen, zufällige Ereignisse, Arbeitsmaterialien wie Knete oder LEGO, etc. – angeregt. Das spannende am Design Thinking ist, dass mit diesem Ansatz ein Raum geöffnet wird, der solche Überraschungen ermöglicht, und durch den mit spielerischer Leichtigkeit (und Disziplin) innovative Lösungen entdeckt werden. Wer einmal einen Design Thinking Workshop erlebt hat, wird sich an den besonderen Moment erinnern, bei dem es bei den Teilnehmern ‘Klick’ gemacht und alle in diesen besonderen Flow gestartet sind, dank dem dann konzentriert an DER kreativen Lösung weiter gearbeitet wurde.

 

Moritz AvenariusNicht ohne Grund ist Design Thinking eine der beliebtesten und angesagtesten Methoden in der Wirtschaft. Startups machen es, Konzerne entdecken es und Apple nutzt es sowieso seit Jahrzehnten für die Entwicklung seiner Produkte und Services.
Aber was kann Design Thinking für Dich und Deine tägliche Arbeit tun? Wie kannst Du es für Deinen Erfolg nutzen? Und was zeichnet es überhaupt aus? Der Zukunftslotse Moritz Avenarius stellt euch hier 5 Grundlagen für innovative Design Thinking Prozesse vor. In seinem Academy-Workshop könnt die Möglichkeiten des Design Thinking selbst erleben und vertiefen. 

 

1. Design Thinking ist Teamwork. Du machst es nie alleine. Du brauchst immer mindestens einen Partner, der mit Dir Teilergebnisse, Entwürfe und Prototypen diskutiert, Dich im Prozess herausfordert und jeweils eine weitere Perspektive eröffnet. Am Besten läuft es, wenn Ihr euch dem Prozess zu fünft oder sechst widmet… dann fliegt es!

2. Design Thinking ist Disziplin. Vor allem verlangt es von Dir fokussiert auf Ergebnisse hinzuarbeiten und auf den Punkt zu kommen. Dazu wird jeder Schritt konsequent zeitlich begrenzt – Timeboxing nennt man das im Design Thinking. Egal wie intensiv Ihr im Team diskutiert, unterschiedliche Sichtweisen auf eine Sache habt: wenn Eure vorgegebene Zeit abgelaufen ist, wird präsentiert.

3. Design Thinking ist vom Ende her denken. Wer braucht Deine Idee, Dein Produkt, Deine Leistung? Wer ist Dein Kunde, Nutzer, Endanwender? Und was wünscht er oder sie sich wirklich an Funktionen, Nutzen, Erlebnis von Deinem Produkt, Deinem Service, Deiner Leistung? Findet es heraus, am Besten gemeinsam.

4. Design Thinking ist ausprobieren, hinfallen, Mund abwischen, weitermachen. Und das in schneller Abfolge. Kein ‚im stillen Kämmerlein wochenlang an meinem Konzept feilen, bis es perfekt erscheint.’ Mach Deine Idee erlebbar, bau einen Prototyp der anfassbar ist, aber mach es nie perfekt. Nur was unperfekt ist gibt Raum für Feedback und Austausch mit Deinem Nutzer.

5. Design Thinking ist ein “Wow, das ist genau, was ich brauche” bei Deinem Kunden. Wenn Du das nach vielem testen und ausprobieren hervorlockst, dann hast Du es geschafft – Deinen Anwender glücklich gemacht. Es ist nicht Deine ursprüngliche Idee, die wichtig ist. Die ist ein einfach ein Sprungbrett zum Starten. Wichtig ist, dass am Ende alles gut ist. Sonst bist Du nicht fertig.

 
Vor allem ist Design Thinking ein großer Spaß am ausprobieren, entdecken und sich kreativ ausprobieren. Und zugleich ein strukturierter Prozess, der Dir hilft, bei all dem nicht die Übersicht und den roten Faden zu verlieren. So begibst Du Dich eine Reise hin zu einer innovativen Lösung, die wirklich gebraucht wird. Probier es aus!

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