Arbeitsrecht

Wie du Mitarbeiter rechtssicher einstellst

Als digitales Startup zu wachsen bringt viele neue Herausforderungen mit sich. Gerade wenn es um die Einstellung von neuen Mitarbeitern wie Werkstudenten, Praktikanten und Minijobbern geht herrscht oft Unklarheit. Das deutsche Arbeitsrecht bietet viele Lösungen, aber auch einige Tücken. Die Expertinnen Janine Fazelly und Quandao Wallbruch haben mit uns darüber geredet, wie man diese Stolpersteine frühzeitig umgeht und die Einstellung von neuen Mitarbeitern richtig angeht.

 

Am 12. September werden euch Janine und Quandao in der Startup InfusionArbeitsrecht in Kooperation mit nextMedia.Hamburg einen tieferen Einblick in das Thema geben und euch zeigen, welche Einstellungsmöglichkeiten für euer Startup die Richtigen sind.

 

Catharina (betahaus Academy): Wenn Startups wachsen, brauchen sie schnell neues Personal – was sind häufige Fehler bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern?

Janine & Quandao: Es werden häufig unwirksame Befristungen vereinbart. Generell werden gern Arbeitsverträge mit unwirksamen Klauseln, insbesondere in Bezug auf  Überstunden, geschlossen. Praktikanten werden nicht als solche beschäftigt.

 

Catharina: Was muss insbesondere bei der Beschäftigung von Praktikanten und Minijobbern beachtet werden?

Janine & Quandao: Nicht alle Praktikanten sind auch Praktikanten im arbeitsrechtlichen Sinne, was durchaus Konsequenzen für den Arbeitgeber haben kann, wie zum Beispiel eine Mindestlohnpflicht. Bei den Minijobbern ist insbesondere darauf zu achten, dass es nicht doch durch kleine Fehler zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung kommt.

 

Catharina: Das mobile Arbeiten wird in der Startup Szene immer mehr zum Trend – was sind die größten Vorteile?

Janine & Quandao: Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit ist für Arbeitnehmer ein großer Vorteil sowie die größere Flexibilität und Zeitsouverinität. Davon profitiert am Ende auch der Arbeitgeber.

 

Catharina: Was sind beispielhafte Grundsätze, um sich vor ungewollten Rechtsverletzungen schützen?

Janine & Quandao: Für das mobile Arbeiten ist eine schriftliche Vereinbarung unerlässlich. Hier sollten die Arbeitsbedingungen klar definiert werden. Zudem sollten die arbeitsrechtlichen Regularien, wie beispielsweise Datenschutz und Arbeitssicherheit nicht aus den Augen verloren werden.  


Catharina: Vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns auf die Startup Infusion mit euch!